Friedrich Voß - der Brückenbauer

Friedrich Voß – ein begnadeter Brückenbauer

Friedrich Voß, der geniale Erbauer der Rendsburger Hochbrücke
Friedrich Voß, der geniale Erbauer der Rendsburger Hochbrücke
Unter dem Neptun am Nord-Ostsee-Kanal in Rendsburg: Gedenktafel für Friedrich Voß
Unter dem Neptun am Nord-Ostsee-Kanal in Rendsburg: Gedenktafel für Friedrich Voß

Nach dem Studium an der Technischen Hochschule Braunschweig entdeckte der 1872 in Calvörde/Helmstedt geborene Bauernsohn Friedrich Voß seine Leidenschaft für Brückenbauten (Voß ist die üblicherweise anzutreffende Schreibweise seines Namens; er selbst hat sich gelegentlich auch Voss geschrieben). Mit weitreichenden beruflichen Erfahrungen wurde er 36-jährig zum Leiter der Brückenbauabteilung an das Kaiserliche Kanalamt in Kiel berufen. In den folgenden Jahren baute er u. a. die drei genannten Hochbrücken der 2. Generation. Die in der Rekordzeit von weniger als drei Jahren errichtete ausgedehnte Rendsburger Brückenanlage für die Haupteisenbahnstrecke durch Schleswig-Holstein galt als das „größte und technisch spektakulärste europäische Stahlbauwerk“. Leiten ließ sich Voß bei seinen Konstruktionen vom Prinzip „Brücken müssen schön sein, aber doch wirtschaftlich“.

Wie Voß später gern betonte, sei „keine Brücke im damaligen Deutschland so relativ billig gebaut“ worden, wie die Hochbrücke Rendsburg. Nach der Kanalverbreiterung bekam er auch den Auftrag, die zweiflügelige Rendsburger Straßendrehbrücke zu konstruieren, die ebenfalls am 1. Oktober 1913 ihren Betrieb aufnahm. Dr. Ing. e. h. Friedrich Voß, der als „außerordentlich bescheidener Mensch“ beschrieben wird, gilt als der erfolgreichste deutsche Brückenbauer des 20. Jahrhunderts. Er ist der Vater vieler weiterer Brücken, die er auch noch nach dem Ausscheiden aus dem Staatsdienst in seinem Kieler Ingenieurbüro für Bahnen und Straßen geplant hat, so ebenfalls die Straßenbrücke in Friedrichstadt und die Klappbrücke über die Eider bei Lexfähre. Ihm zum Gedenken hat die Kanalverwaltung dort, wo 1966 die Rendsburger Straßendrehbrücke abgebrochen wurde, am Kanalufer eine Ehrentafel errichtet.

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