Aufwändige Vorbereitungen

Rendsburger Hochbrückenanlage – ein aufwändiges Unternehmen

Südlicher Übergangspfeiler mit Wendeltreppe, die heute zur Besucherplattform führt
Südlicher Übergangspfeiler mit Wendeltreppe, die heute zur Besucherplattform führt
Montagearbeiten auf dem Südpylon in luftiger Höhe von fast 70 m über dem Kanal
Montagearbeiten auf dem Südpylon in luftiger Höhe von fast 70 m über dem Kanal

Die Eisenbahnverwaltung des Reiches war mit dem Rendsburger Hochbrückenbau nicht nur wegen der freitragenden Montage, sondern auch aus geländebedingten Gründen vor eine kostspielige und technisch schwierig zu lösende Aufgabe gestellt. Da der Rendsburger Bahnhof nur knapp einen Kilometer vom Kanal entfernt lag und auf dem Weg von dort zur Brücke ein beträchtlicher Höhenunterschied zu überwinden war, mussten Einrichtungen geschaffen werden, die den Zügen die Auffahrt ermöglichten. Das geschah nördlich des Kanals durch zwei Maßnahmen: Erstens wurde der Bahnkörper vom Obereiderbecken an bis zum Bahnhof einschließlich des dortigen Geländes um etwa 4,5 m höher gelegt. Zweitens wurde hinter dem Bahnhof zum Erreichen der auf 42 m festgelegten lichten Brückenhöhe ein 4,5 km langer, ellipsenförmiger Schleifendamm in einem Steigungsverhältnis von 1:150 angelegt, eine Maßnahme, die bis dahin im deutschen Flachland einmalig war.
Zu den aufwändigen Baumaßnahmen gehörten neben der Verlegung des Bahnhofs Osterrönfeld und dem auch südlich des Kanals notwendigen Dammbau ferner Verlegungen der Bahnlinien nach Neumünster und Kiel sowie einiger Industriebahnen und schließlich die Schaffung einer Reihe von Straßenunterführungen und Durchstichen durch den Schleifendamm. Die Dammbauten wiederum waren mit hohen Kosten für den Landerwerb verbunden. Aus Gründen der Wirtschaftlichkeit, aber auch mit Rücksicht auf die Forderungen der Stadt wurden die Bahngleise nördlich und südlich des Kanals vom Ende der Erddämme an jeweils über längere Strecken über offene Rampenbrücken/Viadukte ans Kanalufer herangeführt. Sie bilden zusammen mit der den Kanal überspannenden Brücke die insgesamt ca. 2,5 km lange Hochbrücke.

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E-Cards

Belastungsprobe
Rampenbau
Pfeileraufbau
Viadukt im Bau
Nietarbeiten
S.M.S. Hohenzollern
Brücke im Bau
Prüfungskommision
S.M.S. Stettin
Schleifenbauwerk