1911: Spektakulärstes Stahlbauwerk

In Rendsburg entsteht das spektakulärste Stahlbauwerk

Vorbaukran für die freitragende Montage der Brücke
Vorbaukran für die freitragende Montage der Brücke
Mit Hilfe des Vorbaukrans werden Bauteile hochgezogen. Im Hintergrund die alten Drehbrücken.
Mit Hilfe des Vorbaukrans werden Bauteile hochgezogen. Im Hintergrund die alten Drehbrücken.

Zur Überführung der Eisenbahn solle in Rendsburg eine Hochbrücke  entstehen, die nach der Vollendung „zu den gewaltigsten Brückenbauten“ zähle, die das Deutsche Reich aufzuweisen habe, berichtete das „Rendsburger Wochenblatt“ am 28. Mai 1911. Die Brücke werde, hieß es, mit ca. 45 m Höhe den Kanal überspannen, so dass die größten Kriegsschiffe unter ihr durchfahren könnten. Für die Bauausführung seien die Dortmunder Brückenbau-Anstalt C. H. Jucho sowie die Gutehoffnungshütte in Aussicht genommen, die vom Bau der Hochbrücke in Holtenau bereits mit Erfahrungen über einen schwierigen Montage-Akt aufweisen könne, nämlich die Überbrückung des Kanals ohne Rüstung, also freitragend. Diese Art des Brückenvorbaus war notwendig, um die Schiffbarkeit des Kanals nicht zu beeinträchtigen. Bevorzugter Baustoff beim Brückenbau waren damals Flusseisen sowie Stahl und Stahllegierungen, wobei man aber weiterhin, so auch bei der aus Stahl gefertigten Rendsburger Hochbrücke, von „Eisenbauten“ sprach.

Im Zuge der Kanalerweiterung nach 1907 wurden einige Drehbrücken durch Hochbrücken ersetzt, so auch, wie dargelegt, in Rendsburg. Nach den Hochbrücken der so genannten 1. Generation (Grünental 1889/92 und Levensau 1893/94), die schon vor der Kanalerweiterung gebaut worden waren, entstanden nun als Brücken der 2. Generation die Straßenhochbrücke in Holtenau (1909/12) sowie die Eisenbahnhochbrücken in Rendsburg (1911/13) und in Hochdonn (1915/20). Die Pläne für die neuen als Stahlauslegerbrücken konstruierten Kanalüberführungen lieferte der Brückenkonstrukteur Friedrich Voß.

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